icon-diamant

Unser pädagogischer Ansatz

Kinder brauchen für ihre Entwicklung und persönliche Entfaltung eine unterstützende Begleitung, die es ermöglicht auf individuelle Bedürfnisse einzugehen. Unser Anspruch ist es, dieser dieser Aufgabe mit unserem pädagogischen Ansatz gerecht zu werden.

+49 (0) 3578 7869222
mildner@pro-gemeinsinn.de
Anmeldung Kita oder Hort
dragos-gontariu-54VAb3f1z6w-unsplash

Bildungsziele

Kinder sollen stark und selbstbewusst durchs Leben gehen, lernbereit bleiben und mit Schwierigkeiten fertig werden. Sie sollen Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen, ja später für diese Gesellschaft und die Umwelt übernehmen. Sie sollen mit der enormen Komplexität unserer Welt souverän umgehen, das Wichtige vom Unwichtigen unterscheiden und faktenbasiert bewerten lernen. Sie sollen ihre Möglichkeiten ausschöpfen, und sie sollen vor allem glücklich werden.
Das alles wünschen wir ihnen – und das sagt sich einfach. Aber wie schafft man das?

Wir stehen für eine konsequent kindzentrierte Pädagogik in einem stets positiven Blick auf das einzelne Kind – Kinder in ihren Ressourcen sehen und weiter stärken. Das finden wir insbesondere in den Ansätzen der Pikler-Pädagogik sowie an der Pädagogik von Early Excellence.

Im Zentrum steht die Eigenaktivität des Kindes in seinem Prozess der Weltaneignung. Diese zu fördern und eine bildungsanregende Umgebung in Raum, Material und Geist der Bildungsbegleitung durch Erwachsene zu schaffen ist tägliche Aufgabe der Pädagogen. Dafür benötigen Kinder einen verlässlichen, an ihren Bedürfnissen und Erkenntnissen der Lernpsychologie ausgerichteten Tagesrhythmus. Er bietet Kindern hohe Orientierungsqualität und ermöglicht ihnen selbständiges und partizipatives Handeln.

Diese pädagogischen Kernpunkte bilden auch die Grundlegungen des Sächsischen Bildungsplans.

Wir vermitteln unseren Pädagogen unsere pädagogischen Trägerstandards in Fortbildungsmodulen, regelmäßiger Auffrischung sowie Praxisbegleitung und überprüfen sie in angemessenen Evaluationsrhythmen.

Kompetenzebenen

Die Umsetzung der pädagogischen Trägerstandards ist für alle Pädagogen verbindlich. Pädagogen fördern die vier Kompetenzebenen.
icon-mensch
Ich-Kompetenzen
  • sich seiner Bedürfnisse, Interessen und Ansprüche bewusst werden
  • Gefühle ausdrücken können
  • Gerechtigkeitssinn; Verantwortung und andere Werte ausbilden
  • anstrengungsbereit werden
  • sich selbst regulieren lernen
  • Ruhe in sich finden
icon-herz
Soziale Kompetenzen
  • zuhören können
  • sich in andere einfühlen und mitfühlen können
  • verschiedene Interessen wahrnehmen und anerkennen
  • andere Perspektiven und Rollen einnehmen können
  • Konflikte aushandeln und Kompromisse schließen
icon-gluehlampe
Sachkompetenzen
  • experimentieren, forschen und knobeln
  • Zielstrebigkeit, Ausdauer und Geschicklichkeit entwickeln
  • Kreativität entwickeln
  • systematisch unterscheiden, kategorisieren, bewerten und priorisieren lernen
icon-fenster
Lernmethodische Kompetenzen
  • bereit sein von und mit anderen zu lernen
  • sich konzentrieren können
  • Fertigkeiten entwickeln durch Ausprobieren
  • Geduld zu Wiederholung und Übung ausbilden
  • erkennen, dass es verschiedene Lösungswege gibt
  • Lust am Lernen und Neugierde erhalten
  • vielseitig interessiert bleiben
markus-spiske-z02yFSgVRbA-unsplash

Leitkonzept

Pädagogen lassen sich in ihrer Haltung von vier Grundprinzipien leiten:
210521_spg_grafiken_grundprinzipien
  1. Respekt vor der Eigeninitiative des Kindes haben und seine Selbstständigkeit in der Weltaneignung unterstützen
  2. stabile persönliche Beziehungen des Kindes zu verlässlichen Bezugspersonen aufbauen helfen
  3. jedes Kind annehmen und es anerkennen, wie es ist
  4. das Wohlbefinden und die körperliche und seelische Gesundheit des Kindes fördern

    Pädagogische Strategien

    Pädagogen handeln nach den im Trägerstandard definierten pädagogischen Strategien auf der Basis des Dreiecks von:
    210521_spg_grafiken_paedagogischen_strategien
    bernard-hermant-Yfjl81rcY9M-unsplash-cropped

    Bildungsansatz

    Gute Bildung ist ganzheitliche Bildung und umfasst alle Lebensbereiche. Damit das nicht zur Worthülse verkommt, müssen wir die Teile dieser Ganzheitlichkeit betrachten und definieren, was ganz objektiv in ihnen steckt. Woran erkennen Pädagogen, dass sie alle zentralen Bildungsbereiche auch wirklich ganz konkret fördern?

    Somatische Bildung

    Sie ist die Grundlage jeglicher Entdeckungsfreude. Denn um zu explorieren, muss ich mich wohl, sicher und geborgen fühlen. Ich muss mich selbst kennen(lernen) und mögen, so wie ich bin. Ich muss gesund sein; dafür muss ich mich viel bewegen und gut ernähren.

    210521_bildungsanzatz_somatisch

     Soziale Bildung

    Um gesund zu sein, muss ich mich aber auch gesehen, geliebt und anerkannt fühlen. So ergibt sich die soziale Bildung schon ein wenig aus der somatischen Bildung: Denn „der Mensch wird am Du zum Ich“ (Martin Buber). Wir brauchen andere, um unsere Persönlichkeit zu entwickeln. Wir brauchen die Erfahrung von Übereinstimmung und Unterschied, von Bestätigung, von Spannung und Widerspruch. Wir machen Erfahrungen mit Kooperation und Konkurrenz, mit Alleinsein und Mitsein, mit Frieden und Streit. Unser gutes Miteinander basiert auf gemeinsamen Werten. Unsere Gesellschaft folgt Regeln, die Freiheit ermöglichen und – untrennbar von der Freiheit – unsere Verantwortung erfordern.

    210521_bildungsanzatz_soziales

    Kommunikative Bildung

    Man kann nicht nicht kommunizieren – immer „sagen“ wir etwas, auch, wenn wir schweigen. Unser Körper spricht, unsere Haltung. Zur Differenzierung müssen wir uns auskennen lernen in verschiedenen Sprachen und Literacy. Und verschiedenen Medien. Schnell rücken wir mit Grammatik auch in die Nähe von Mathematik. Und unterschiedliche Sprachen mit ihren ganz unterschiedlichen Strukturen führen zu unterschiedlichen Denkweisen – und schon betreten wir wieder den Bildungsbereich Kulturelles und Soziales.

    210521_bildungsanzatz_kommunikativ

    Ästhetische Bildung

    Auch das ist in erster Linie Eigenaktivität! Ästhetische Bildung ist ein freies Land, in dem ich mich ausdrücke: meine Gefühle, meine Träume, meine Ideen. Deshalb weg mit der musikalischen Dauerberieselung und den Rums-Bums-CDs zum fröhlichen Kinderfest. Hier singen die Pädagogen mit den Kindern; hier schauen wir, wie Instrumente klingen und ein Rhythmus entsteht. Hier erleben wir Farbe und erproben Maltechniken. Hier denken wir uns Rollen und Geschichten aus und bringen sie auf die Bühne.

    210521_bildungsanzatz_aesthetisch

    Naturwissenschaftliche und technische Bildung

    Forschen ist eine Grundhaltung unseres Lebens – sie beginnt am ersten Lebenstag und der Begriff „lebenslanges Lernen“ ist uns inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Sie meint mehr als nur den naturwissenschaftlichen Bereich. Hier aber fokussieren wir das Forschen und Experimentieren: Wir gehen einer Frage oder Idee nach, ergründen etwas – oder scheitern, müssen einen neuen Weg suchen, kreativ sein, Geduld haben – und werden am Ende mit einem Ergebnis belohnt, dass uns stolz macht, denn wir haben uns dafür angestrengt. Dieser Bildungsbereich ist ein zentraler, denn die Persönlichkeitselement, die wir beim Forschen und Experimentieren ausbilden, sind auf alle anderen Bildungsbereiche übertragbar und tragen uns weit im Leben. Naturwissenschaft führt uns direkt in die Kultur- und Sozialwissenschaft: Verstehen, wie Natur funktioniert, reicht nicht - wir tragen Verantwortung für die Natur jeder einzelne und wie alle gemeinsam als Gesellschaft.

    210521_bildungsanzatz_nawi

    Mathematische Bildung

    Schon junge Kinder kreieren aktiv Algorithmen: 1 Kastanie, 2 Eicheln, 1 Kastanie, 2 Eicheln … – und das Ganze immer wieder in einer Reihe schmückt den Fußboden der Kita. Das sind die Grundlagen unserer Computersprache und des Funktionierens von Google und Firefox. Dinge wiegen, messen, vergleichen und in ihnen Regelmäßigkeiten und (Zu)Ordnungen entdecken, das finden wir spannend – schon gar, wenn es sich ändert: der Baum wird dicker, die Freundin größer, der Sprung weiter. Merkmale zu Kategorien zusammenfassen, sie in Ober- und Unterkategorien zu ordnen, das sind für uns Grundlagen, Welt zu verstehen, sie uns anzueignen und sie in ihrer Komplexität zu bewältigen. Mathematik ist faszinierend, wenn wir sie in unseren Lebensbezügen entdecken, und wenn sie uns hilft, die Erkenntnisse und Methoden für unseren Alltag und unsere Lebensbewältigung nutzen.

    210521_bildungsanzatz_mathematisch

    Zurück zum Eingangssatz: ganzheitliche Bildung.

    Sie wird nur entstehen, wenn im pädagogischen Alltag Bildungsfäden aus allen Bildungsbereichen immer wieder miteinander verwoben werden.

    Nur vernetztes Wissen ist nachhaltiges Wissen – und macht Kinder lebenstüchtig.

    vernetztes-wissen-IMG_0492

    Spezielles zur Kita

    Eingewöhnung in die Kita

    Mit dem Eintritt in die Kita beginnt für das Kind ein großes Abenteuer. Es ist ein erster Schritt hinaus aus dem behüteten Kreis der Familie, ihrer Freunde, Nachbarn und Verwandten. In den ersten Wochen in der Kita sammelt ein Kind prägende Erfahrungen.

    Wie gelingend die Erwachsenen – Eltern und Erzieher – diesen Übergang gestalten, ist eine wichtige Weichenstellung dafür, dass für das Kind auch wirklich eine glückliche Kitazeit beginnt.

    Und es ist mehr als das:

    Eine gelungene Eingewöhnung wird sich im Leben des Kindes weitertragen. Immer, wenn es wieder vor Neuem steht, wenn es erneut gilt, Übergänge und unsichere Situationen im Leben zu meistern, dann wird auch der kleine Baustein Kitaeingewöhnung als eine Erfahrung unter anderen eine Rolle spielen. Alle diese Erfahrungen bestimmen mit, wie mutig, offen und selbstbewusst das Kind dann agiert.

    Wir arbeiten nach dem weithin verbreiteten Berliner Eingewöhnungsmodell und haben unseren Trägerstandard dazu in unserem Lehrbuch Eingewöhnung niedergelegt.

    Eingewöhnung

    Integration - Inklusion

    Wir gehen von einem weiten Verständnis von Inklusion aus: Wir alle sind unterschiedlich, und jede/r von uns besitzt Anteile, die Inklusionsbedarf bei anderen Menschen erzeugen. Wir sehen die Unterschiedlichkeit selbstverständlich als eine Bereicherung. Im besten Fall weiß ein Kind mit Förderstatus nichts davon, weil es im pädagogischen Alltag tatsächlich integriert ist.
    Unterschiedlichkeit ist auch nichts Statisches, sondern oft ein sich im Laufe der Biografie teilweise oder umfassend wandelnder Prozess in beide Richtungen.

    Es gibt durchaus ein Anderssein, das der Unterstützung bedarf. Wir erleben das insbesondere dort, wo ein Integrationsstatus vergeben und Förderbedarf eingefordert wird. Hier gibt es nicht das eine Konzept, sondern eine Vielzahl von kreativen Ansätzen im Rahmen eines Förderplansettings, um Schwierigkeiten abzubauen oder zu kompensieren. Kern und Motor ist dabei das Integrationsteam (Facherzieher für Integration, Heilpädagogen, Heilerzieher), aber getragen wird die inklusive Arbeit vom gesamten Pädagogenteam der Kita. Unser Grundansatz bleibt die Ressourcenorientierung.

    integration-inklusion

    Spezielles zum Hort

    Individuell fördern und fordern – Grundlage Bezugserziehersystem

    Kern pädagogischer Arbeit ist die erfolgreiche, verlässliche und vorurteilsfreie Beziehungsarbeit der Pädagogen zum einzelnen Kind. Deshab arbeiten wir in einem Bezugserziehersystem und Bezugsgruppen. Jedes Kind muss spüren: Meine Erzieher interessieren sich ehrlich für mich; sie wollen, dass es mir gut geht und ich mich bestmöglich entwickeln kann. Auch dazu dienen die individuellen Förderpläne für die Hortzeit, die wir für jedes Kind erarbeiten und regelmäßig evaluieren.

    Das individuelle Fördern und Fordern beginnt beim Bild vom Kind:

    • Verstehe ich das Kind als Füllhorn für Wissen oder als ein Wesen, dass sich von Anbeginn als Akteur seiner eigenen Entwicklung zeigt?
    • Verstehe ich die Rolle der Erziehenden als Animateure oder als feine Beobachter und Bildungsbegleiter in einem Konzept der Ko-Konstruktion von Weltaneignung?
    • Verstehe ich ein Kind mit Förderstatus in erster Linie als ein Kind wie jedes andere, das einfach nur in bestimmten Bereichen besondere Unterstützungsbedarfe hat?

    Wir folgen einer kindzentrierten fördernden Pädagogik, die die Eigenaktivität des Kindes in den Mittelpunkt stellt und dort anschlussfähig fördernd ansetzt.

    Das Fördern und Fordern auf den vier Kompetenzebenen bewegt sich in einer Matrix durch die verschiedenen Bildungsbereiche.

    Für eine individuelle Förderung und Forderung sind Räume und Ausstattung wesentliche Voraussetzungen – man kann sie oft mit vergleichsweise wenig Mitteln, aber viel Kreativität und gutem Willen attraktiv gestalten.

    Den Zweiklang von Fördern und Fordern nehmen wir ernst:

    Angemessenes Fordern stärkt Leistungswillen und Anstrengungsbereitschaft, es fördert Selbstwirksamkeit und Lebenstüchtigkeit. Wir möchten Kindern das wunderbare Gefühl ermöglichen, einen Erfolg mit Anstrengung und beharrlicher Übung, vielleicht sogar nach zwischenzeitlichen Niederlagen (und Ermutigung durch die Erzieher), dann doch erreicht zu haben.

    individuell-foerdern-fordern

    Rechtliche und fachliche Grundlagen

    • Sächsischer Bildungsplan Freistaat Sachsen, Staatsministerium für Kultus und Sport
    • Pädagogik nach dem Early Excellence Ansatz und Emmi Piklers
    • Achtes Sozialgesetzbuch (SGB VIII)
    • Sächsisches Gesetz zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen (Gesetz über Kindertageseinrichtungen SächsKitaG)
    • Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales über die Betreuung von Schülern und Schülerinnen an Förderschulen (SächsFöSchulBetrVO)
    • Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten