Bei unseren täglichen Ausflügen in die Natur erlebten die Krippenkinder den Übergang vom Winter zum Frühling auf besonders eindrückliche und ganzheitliche Weise. Mit offenen Augen und großer Neugier beobachteten sie, wie der Schnee nach und nach schmolz, sich kleine Wasserläufe bildeten und der zuvor verborgene Boden wieder zum Vorschein kam. Diese wiederkehrenden Naturerfahrungen luden alle Kinder zum Staunen ein und boten ihnen wertvolle Anlässe, Veränderungen bewusst wahrzunehmen.
Im Krippenalter stellen solche Beobachtungen wichtige Entwicklungsschritte dar. Die Kinder beginnen, ihre Umwelt differenzierter wahrzunehmen und sich erste Zusammenhänge zu erschließen und zu verstehen. Durch das wiederholte Erleben über mehrere Tage hinweg konnten sie nachvollziehen, dass sich etwas verändert und weiterentwickeln kann. So entstehen erste Ansätze eines Zeitverständnisses, sowie ein grundlegendes Erfassen von Ursache und Wirkung – beispielsweise, dass das Schmelzen des Schnees neues Leben sichtbar macht.
Mit wachsender Aufmerksamkeit entdeckten die Krippenkinder kleine grüne Knospen, die vorsichtig aus dem Boden ragten. Diese Momente waren für die Kinder sichtlich faszinierend: Die Kinder wechselten dabei die Perspektive, indem sie in die Hocke gingen und betrachteten die Pflanzen somit aus nächster Nähe, zeigten darauf oder berührten sie behutsam mit ganz viel Gefühl. In diesen Handlungen wurde deutlich, welchen hohen Stellenwert das Lernen im frühen Kindesalter über sinnliche Erfahrungen hat. Das Sehen, Fühlen und Erkunden unterstützt die sensomotorische Entwicklung und ermöglicht es den Kindern, sich ihre Umwelt aktiv anzueignen.
In den darauffolgenden Tagen konnten die Kinder voller Freude beobachten, wie sich aus den Knospen kleine Schneeglöckchen und weitere Frühjahrsblüher entwickelten. Diese fortlaufenden Entdeckungen stärkten nicht nur ihr Verständnis für natürliche Prozesse, sondern regten auch die sprachliche Entwicklung aktiv an. Erste Worte wurden wiederholt, neue Begriffe kamen hinzu und die Kinder versuchten, ihre Eindrücke mit einfachen sprachlichen Mitteln auszudrücken. Das gemeinsame Benennen und Beschreiben fördert dabei die Ausdrucksfähigkeit ebenso, wie die Freude an Kommunikation selbst.
Besonders berührend für uns als professionelle Fachkräfte war zu beobachten, mit welcher Achtsamkeit die Kinder sogenannte „Blumennester“ oder -stellen erkundeten. Sie verweilten in sich ruhend, betrachteten die kleinen Ansammlungen von Blumen intensiv und teilten ihre Entdeckungen mit anderen Kindern oder mit uns. Hier zeigen sich wichtige sozial-emotionale Entwicklungsschritte: Die Kinder erleben gemeinsames Staunen, entwickeln erste Formen von Rücksichtnahme und bauen eine positive Beziehung zur umgebenden Natur auf.
Insgesamt wurde in diesem Erlebniszeitraum deutlich, wie bedeutsam naturnahe Erfahrungen für die frühkindliche Entwicklung sind. Die Kinder konnten mit allen Sinnen lernen, Zusammenhänge entdecken, ihre Wahrnehmung verfeinern, sprachliche Fähigkeiten erweitern und soziale Erfahrungen sammeln. Das achtsame Begleiten durch die pädagogischen Fachkräfte schafft dabei einen Rahmen, in dem die Kinder sich sicher fühlen und ihre natürliche Entdeckerfreude frei entfalten können.
Wir wünschen allen Kindern mit ihren Eltern, Großeltern und Freunden viele spannende Erlebnisse und eine entdeckungsreiche Zeit in der Natur 😊






































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